April-Wetter 2011, trockene Augen und Libellen


Untere Himmelsspiegel April 2011

Untere Himmelsspiegel April 2011

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April-Wetter 2011, trockene Augen und Libellen

Vor einem Monat berichtete ich über das Wetter im März 2011 und meinte: Da der März 2011 so ungewöhnlich schön war, wird er wohl der schönste Monat des Jahres werden. Januar und Februar ließen viel zu wünschen übrig und die die verbleibenden Monate werden es schwerlich schaffen, den März zu übertreffen. – Da habe ich mich offenkundig geirrt, denn der April 2011 stand dem März 2011 in nichts nach und da die Temperaturen deutlich höher lagen, war er sogar noch schöner.

Der Deutsche Wetterdienst gibt seiner monatlichen Wetterzusammenfassung die Überschrift „Warm, trocken und sonnig – erneut ein April mit vielen Rekorden“ und meldet, dass das Saarland im April 2011 zu den wärmsten, den trockensten und den sonnenreichsten Bundesländern gehörte.

Im Einzelnen sehen die Werte für das Saarland so aus:
Die Durchschnittstemperatur betrug 12,6 Grad – das sind 4,4 Grad mehr als das langjährige Mittel von 8,2 Grad.
Die Niederschlagsmenge betrug 18 Liter pro Quadratmeter – das sind 72 Prozent weniger als die übliche Menge von 64 Liter pro Quatratmeter.
Die Zahl der Sonnenstunden betrug 254 – das sind 64 Prozent mehr als im langjährigen Mittel (155 Stunden).

Aufgrund der ungewöhnlich milden Temperaturen und der überreichlichen Sonnenstunden ist der Pflanzenwuchs im April enorm weit fortgeschritten. Aber das wunderschöne April-Wetter hat auch Schattenseiten. Einen weniger erfreulichen Aspekt kann man auf obigem Foto sehen. Das Bild zeigt die Unteren Himmelsspiegel auf der Bergehalde Lydia (vgl. Lageplan Nr. 6). Wie man sieht, ist das „linke Auge“ fast ausgetrocknet. Das Foto entstand am 21. April. Da es bis zum 29. April nicht regnete, dürfte die Wasserfläche in der Zwischenzeit noch stärker eingedampft sein. Am linken Auge der Unteren Himmelsspiegel gab es im vergangenen Jahr eine sehr große Kolonie der Libellenart Kleines Granatauge (Erythromma viridulum); nirgendwo sonst habe ich so viele Exemplare dieser Art gesehen. Da der Lebensraum der Larven auf eine kleine Pfütze reduziert ist, wird es dort in diesem Jahr wohl nur sehr wenige dieser schönen rotäugigen Libellen geben.

Geradezu katastrophal ist die Lage an dem kleinen Tümpel, der im Lageplan die Nummer 11 trägt. Wie man auf dem folgenden Bild sieht, war dieser Tümpel schon am 21. April vollständig ausgetrocknet. Hier waren im vergangenen Jahr viele Libellenarten zu bewundern. In den kommenden Monaten wird es wohl ziemlich trostlos aussehen.

Bergehalde Lydia April 2001

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Eine Antwort zu April-Wetter 2011, trockene Augen und Libellen

  1. Patricia schreibt:

    Wie schade. Ich wünsche euch baldigen Regen. Manche Libellenlarven habe in feuchten Schlammlöchern erstaunliche Überlebenschancen. Aber auf diesen Bildern sieht es doch arg trocken aus.

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